Biografie

„Träume sind aus Mut gemacht.“ (Blau im Blau)

Man könnte die Geschichte von Yvonne Catterfeld mit „Es war einmal“ beginnen, denn sie hat alle Zutaten, die ein gutes Märchen braucht: eine wunderschöne Frau, ansehnliche Prinzen, Ruhm, Erfolg und die nötige Portion Drama, die die Träume der Heldin stärker macht.
Aber Yvonne Catterfeld taugt nicht zum Klischee. Immer wenn man glaubt zu wissen, in welcher Schublade man die Catterfeld ablegen kann, zieht sie drei neue auf.
Wieder einmal hat sie alte, eingetretene Pfade verlassen, um Neuland zu betreten.
Musikalisches Neuland, mit dem Album „Blau im Blau“, das nach drei Jahren Pause am 05.03.2010 erscheint und schauspielerisches Neuland ebenso, denn im Fernsehen und im Kino ist sie seit Herbst 2009 in Rollen zu sehen, die man so nicht von ihr kennt und wohl auch nicht erwartet hätte.

Sie sei erwachsen geworden, reifer, sagen einige, aber es darauf zu reduzieren, wäre sicher zu eindimensional. Auch wenn Yvonne Catterfeld nun seit fast zehn Jahren sehr erfolgreich im Musikgeschäft dabei ist, haben wir es mit einer Künstlerin zu tun, die sich nie auf ihren Lorbeeren ausgeruht hat. Sie ist eine, die wachsen will, dazu lernen, die ihre vielen Facetten, die Farben ihrer Seele zeigen möchte, so ehrlich, so authentisch wie nur möglich. Diesen Tiefgang, diese Leidenschaft für das Leben spürt man bei ihrem neuen Album „Blau im Blau“.

Das braucht eine sensible Herangehensweise und Menschen, die mit in dieses Boot steigen. Die spüren und erkennen, mit wem sie es jetzt und heute zu tun haben und die genauso wenig wie Yvonne selbst ihr altes Image recyclen wollen. Und es braucht Zeit. Diese Zeit wollte sich die Musikerin nehmen. Wer Yvonne kennt, weiß, sie macht keine halben Sachen. Sorgfältig und intensiv prüfte sie Song- und Textangebote, probierte sich musikalisch aus mit verschiedenen Komponisten und Produzenten, bis sie sich schließlich mit Produzent und Komponist Achille Fonkam und Texterin Beatrice Reszat in Hamburg ins Studio zurück zog und mit einer Perle in der Hand wieder heraus kam.

Der wunderschöne Longplayer „Blau im Blau“ enthält ganz außergewöhnliche Songs, die einem tief unter die Haut gehen („Wind, der nicht weht“, „Immer noch“), die die Welt und den Alltagsstress vergessen lassen („Blau im Blau“), kleine aber weise Aha – Erlebnisse vermitteln („Zeit“, „Fragen“), erotische Träume auf die innere Leinwand projizieren („Stille Wasser“, „Bist du dir sicher“), oder liebevoll und augenzwinkernd den Männern eine Nase drehen (Traummann“, „Du sagst es nicht“)

Musikalisch akkustischer, intimer als früher, zwar durchaus poppig, jedoch eher im chanson Stil gehalten, ist es ein facettenreiches, nie langweiliges Album, auf dem jeder Song, sein eigenes Gefühl, seine eigene Geschichte, seinen eigenen Film aufmacht. Insgesamt eine CD ohne einen einzigen Durchhänger.
„Blau im Blau“ ist so wie alle wirklich großen Dinge sein sollten: sie wirken einfach und haben es doch in sich! Und man spürt: die Zeiten des netten Mädchens sind definitiv vorbei. Hier singt eine spannende, nachdenkliche, empfindsame, freche, selbstbewusste und verführerische Frau.

Und wie wurde aus Yvonne die Catterfeld? Welchen Weg ist es gegangen, dieses einstmals so schüchterne Mädchen, das still und leise an allen vorbei zog? Immer wenn es in der Presse hieß: „man hört gar nichts mehr von Yvonne Catterfeld“ bastelte sie irgendwo schon längst an den nächsten Erfolgen. Sonst wäre sie nicht da wo sie ist. Eine Künstlerin, die als Musikerin und als Schauspielerin ganz vorne in der A – Liga mitspielt, die den Mut hat, sich immer wieder neue Herausforderungen zu suchen und eben nicht die Erwartungen zu bedienen, kann man in Deutschland lange suchen!

Irgendwie passt es dazu, dass das kleine Mädchen mit den raspelkurzen Haaren sich nicht in niedliche Kleidchen stecken lassen wollte, denn es wollte gar kein Mädchen sein. Es wollte lieber raufen und Fußball spielen und sich mit den Jungs verbrüdern im „Mädchen blöd finden“.
Und als sie mit ihrer Piepsstimme beim Vorsingen im Musikunterricht jämmerlich versagte, hat da jemand geahnt, dass das einmal eine der schönsten und erfolgreichsten Stimmen Deutschlands wird?

Damals in Erfurt, 1979, als Yvonne Catterfeld geboren wurde, gab es bestimmt viele Träume. Aber die waren eher wie bunte Luftballons, die man in der Hand hält, um ein wenig Farbe in sein Dasein zu bringen. Später dann, im echten Leben, wurden aus den Träumen anständige Berufe und Bausparverträge.
Nur ein kleines, introvertiertes Mädchen ließ die Träume zu Handlungen werden. Auch wenn die erstmal unspektakulär sind. Sie nimmt mit ihrem Kassettenrecorder die Lieder der Hitparaden auf, um sie dann in ihrem Kinderzimmer nachzusingen. Dass sie Sängerin werden wollte, sagt sie später, sei keine Flaue gewesen, es war von Anfang an ein Ziel, ein Plan.

Es gab Umwege, die vielleicht aber auch einfach zum Weg gehörten, so wie Zeit beim Geräteturnen. Als die 6-Jährige dreimal die Woche alleine mit dem Bus in die Turnhalle fährt, um sich stundenlang am Stufenbarren zu quälen. Schon damals mit viel Disziplin und Ehrgeiz.
Sie erträgt die Schmerzen, viel zu schüchtern, um sich aufzulehnen. Die Talentsucher der DDR wollten es so. Bis die Eltern ein Machtwort sprechen, und ihre Tochter lieber zum Tanzunterricht schicken. Auch beim Ballettunterricht gibt Yvonne immer alles. Sie kann gar nicht anders.

Dann, mit 14, schicksalhafte Sekunden, und nichts ist mehr so, wie es vorher war. Yvonne Catterfeld hat einen schweren Unfall mit dem Motorroller. Eben war das Leben noch ein Versprechen, und im nächsten Moment scheinen alle Träume, alle Luftballons, auf einmal zerplatzt. Yvonnes Gesicht ist so zerstört, dass sie glaubt, ihr Leben wie es bisher war, sei nun zu Ende. Es dauert Jahre, bis man die Spuren des Unfalls in ihrem Gesicht nicht mehr sieht. Katastrophen, die einen stark machen, wenn man nicht daran zerbricht. Doch das Leben geht weiter und die Träume sind zum Glück noch unversehrt.
Mit 15 beginnt sie mit Gesangsunterricht und lernt Klavier und Gitarre spielen. Der Weg wird geradliniger. Nach dem Abitur besteht sie die Aufnahmeprüfung zum Musikstudium mit Bravour und studiert zwei Jahre lang an der renommierten Musikhochschule in Leipzig Jazz- und Popularmusik mit dem Hauptfach Gesang. Abschluss summa cum laude! Und sie hat die ersten Auftritte mit Bands.
Den Plänen der Eltern beruflich etwas Anständiges zu lernen, erteilt sie eine klare Abfuhr.

Im Jahr 2000 dann das, was man im Leben den Wendpunkt nennet. Der schicksalhafte Moment, mit dem sich alles verändert: der Schritt in die Öffentlichkeit. Yvonne sieht im Aushang an der Uni die Ausschreibung zur "Stimme 2000". Ein Gesangswettbewerb, der vom MDR ausgestrahlt wurde und sie beschließt, daran teilzunehmen. Der Musikmanager Thomas M. Stein, bekannt als Jury-Mitglied bei Deutschland sucht den Superstar, war auch hier Mitglied der Jury und nahm sie als Zweitplatzierte für seine Plattenfirma BMG unter Vertrag. Platz eins und drei gehen leer aus.
Nach und nach erscheinen vier Singles, die zwar nicht die Chart Spitze erobern, aber mit denen ihre Popularität langsam wächst.

Rock Legende Udo Lindenberg wird auf die Sängerin aufmerksam. Er nimmt mit ihr zwei Songs für sein Album “Atlantic Affairs” auf und lädt sie zu seiner großen TV-Show sowie Gastauftritten auf seiner Tournee ein, und er ist bekannt dafür, eine sehr gute Nase für große Talente zu haben.
Doch so richtig bekannt wird sie dann 2001 mit ihrer Rolle der Julia Blum in der RTL Kult Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Millionen Teenies und die BRAVO lieben Yvonne Catterfeld.
Sie ist ein Star.
Nun geht es Schlag auf Schlag. Pop Titan Bohlen produziert 2003 mit ihr den Nr. 1 Hit „Für Dich“. Das Album "Meine Welt" steigt an die Chart Spitze und bekommt Platin. Sie ist ganz oben angekommen. Aber immer wenn Yvonne Catterfeld irgendwo ankommt, zieht es sie weiter!
Nach drei Jahren Riesenerfolg steigt sie bei GZSZ aus. Dreieinhalb Jahre eine einzige Rolle zu spielen lässt keine Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln. Und „nur“ erfolgreich zu sein, reicht der Künstlerin nicht.
2004 erscheint das 2. Album „Farben meiner Welt“, das ebenfalls Platin Status erreicht.
2005 folgt dann wieder eine Serien-Rolle, die „ Sophie“ in der ARD-Telenovela „Sophie-Braut wider Willen“. Eine junge Gräfin, die sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in einen bettelarmen Schneidersohn verliebt.
Woher sie die Zeit nimmt, ihre dritte CD zu produzieren, bleibt schleierhaft. Aber sie schafft es und 2005 erscheint das groovig, soulige Album „Unterwegs“, das auch wieder mühelos die Nr. 1 der Charts erreicht und mit Gold veredelt wird.

Ebenfalls sehr erfolgreiche Ausflüge in die Moderation für Riesenshows wie The Dome", die „Echo Verleihung“, die „VIVA/Comet-Gala“ und 'Deutschland sucht den Superstar" bleiben Ausflüge.
Sie will auf der Spur bleiben und die heißt Musik und Schauspiel.
Zwischendurch sammelt sie Preise ein, zweimal den Bravo Otto, Bambi, Goldene Stimmgabel und den Echo. Mit Mitte zwanzig hat sie so viel erreicht. Was soll nun noch kommen? Dieses Süppchen weiter kochen?
Zunächst folgt ein Befreiungsschlag. Sie trennt sich nach 5 ½ Jahren von ihrer Managerin und macht ihre neue Liebe erstmals öffentlich. Natürlich wirken sich so große Veränderungen im Leben auch auf die Musik aus.
2006 - „Aura“ erscheint, vielleicht das bisher authentischste Album der Sängerin, in dem sie auch ihre persönlichen Krisen verarbeitet. Sie will endlich die sein, die sie ist, sich nicht mehr verstellen müssen. Songtitel wie: „Hier bin ich“ und „Die Zeit ist reif“ sprechen für sich.
Sie gönnt sich endlich ein wenig mehr Zeit für ihr Privatleben, viele Jahre hat sie funktioniert, nie Pause gemacht. Einfach im Cafe zu sitzen erscheint ihr wie der größte Luxus.

Und die erfolgreiche Musikerin möchte sich auch als Schauspielerin weiter entwickeln und konzentriert sich darum für eine Weile nur darauf.
Ihr neuer Manager Jürgen Otterstein knüpft neue Kontakte in der Filmwelt. Yvonne liest jede Menge Drehbücher, immer auf der Suche nach Stoffen, in denen sie mehr von dem zeigen kann, was sie drauf hat, und nach Regisseuren, die mehr in ihr sehen, als die schöne Blondine, die in romantischen Liebesfilmen Männern den Kopf verdreht.

Langsam geht es auch hier los. 2007 spielt sie neben Atze Schröder in der Kino-Komödie „U-900“ gleich eine Hosenrolle. Man staunt über die schöne Sängerin, die plötzlich in Uniform und mit angeklebtem Schnäuzer da steht. Das wird dem kleinen Mädchen, das lieber ein Junge sein wollte, großen Spaß gemacht haben.
Yvonne Catterfeld hatte aber auch noch aus einem anderen Grund Spaß. Denn während der Dreharbeiten verliebte sie sich in ihren Filmpartner und heutigen Lebensgefährten Oliver Wnuk.
In „Soko München“ hat sie eine Episodenrolle und man sieht sie in dem SAT 1 Film „Wenn Liebe doch so einfach wär’“ als Fahrkartenverkäuferin Katrina, die plötzlich Miterbin einer Hamburger Reederei wird. Möglicherweise hat sie hier Parallelen zu ihrer eigenen Person entdeckt.
Denn es ist die Geschichte einer jungen Frau, die sich durch die Herausforderungen des Lebens zu einer reifen Frau entwickelt. Katrina ist eine Kämpferin, die sehr genau ihre Ziele verfolgt.

Im selben Jahr dreht sie noch einmal für die Kinoleinwand. In Till Schweigers Megaerfolg „Keinohrhasen“ lässt sie sich von Wladimir Klitschko einen Heiratsantrag machen.
RTL besetzt die Schauspielerin in dem Psycho-Thriller "Das Geheimnis des Königssees".
In dem 90-Minüter spielt sie neben Bergdoktor Hans Sigl ihre erste Hauptrolle in einem TV Movie.
Und stirbt fast bei den Dreharbeiten. Sie spielt eine Taucherin und verliert im eisigen, dunklen Wasser des Königssees ihren Tauchlehrer, der ihr eigentlich die Sauerstoffmaske aufsetzen sollte. Mit letzter Kraft schafft sie es sie an die Wasseroberfläche. Ein Moment der Todesangst!
Um einer Figur zu entsprechen, die sie spielt, geht sie sehr weit. Authentizität, Glaubhaftigkeit stehen bei Yvonne Catterfeld ganz oben.

Es folgt der Weihnachtsfilm "Engel sucht Liebe", in dem sie neben Max von Thun und Anja Kling eine der Hauptrollen spielt. Es ist spürbar, dass es auch in der Schauspielerei für Yvonne Catterfeld Schritt für Schritt voran geht. Neue Aufgaben kommen, weil sie danach sucht.
Und endlich kommen die guten Angebote. Wieder hat Yvonnes Hartnäckigkeit gesiegt. Und wieder gelingt es ihr, alle zu überraschen.
Ihr persönliches Highlight, weil es endlich Mal eine richtige Herausforderung darstellt, ist die Rolle
der knallharten Polizistin Maria in dem Krimi „Schatten der Gerechtigkeit“. Die Kommissarin schreit, schießt, und kämpft sich neben Richy Müller durch den Film und das erstaunlich glaubhaft. Was sich sogar in den Kritiken niederschlägt, die von respektvoll bis überschwänglich ausfallen.
Diese Rolle ist für Yvonne wie ein Geschenk, auf so etwas hat sie hingearbeitet! Und es hat sie gereizt, eine Frau zu spielen, die man von ihr ganz und gar nicht erwartet.
Der Film findet große Beachtung und es geschieht ja auch nicht alle Tage, dass ein Fernsehkrimi im großen Kino auf dem Filmfest München Premiere feiert und auf dem Baden-Baden Fernseh-Festival nominiert wird.

Von der toughen Power-Frau zur kühlen Wissenschaftlerin. Der Produzent Nico Hofmann, der sich mehr und mehr zu einem Fan der Schauspielerin Catterfeld enzwickelt, besetzt Yvonne Catterfeld für seinen großen RTL-Zweiteiler „Der Vulkan“, entgegen aller kritischer Stimmen, und diese landet in der Rolle der Vulkanologin Daniela Eisenach einen weiteren Achtungserfolg.
Auch in Till Schweigers „Zweiohrküken“, dem Nachfolger des großen Kinoerfolges „Keinohrhasen“, ist sie wieder mit dabei.

Während sie die ersten Lorbeeren einheimst, für ihre mutige Entscheidung, sich auf anspruchsvollere Rollen einzulassen, ist sie schon längst wieder im Studio und mit den Aufnahmen für ihr neues Album „Blau im Blau“ beschäftigt. Denn egal wie erfolgreich ihre Schauspielkarriere auch verlaufen wird, die Musik wird die Vollblut Musikerin Yvonne Catterfeld sicher nie missen wollen.

Kurz nach Fertigstellung des Albums geht es sofort nach Marokko zu den Dreharbeiten für „ Die Frau des Schläfers“, ein Politthriller über ein Selbstmordattentat. Yvonne Catterfeld ist erstmals mit dunklen Haaren und braunen Augen zu sehen, farbigen Kontaktlinsen sei Dank. Und es ist ihre erste Mutterrolle!
2010 nun wieder ein highlight. Kein Geringerer als Dani Levi wählte Yvonne Catterfeld für eine Rolle in seinem neuen Kinofilm „Das Leben ist zu lang“, in dem sie neben Weltstars wie Udo Kier oder Elke Sommer vor der Kamera steht und der im August 2010 Premiere haben wird.
Es ist deutlich zu sehen dass es stetig bergauf geht mit der Karriere dieser in Deutschland einzigartigen Künstlerin, allen Unkenrufen zum Trotz.
Also, auch weiterhin keine Schubladen in Sicht. Aber noch viele Überraschungen zu erwarten.

„Und die letzte Ausfahrt bleibt, die die immer Sehnsucht heißt...“ (Blau im Blau)

 

Die Songs

 

Blau im Blau
Dieser Song ist wie ein Ausflug ans Meer. Er nimmt Dich an die Hand und Du schwebst los wie ein Luftballon und hast das Gefühl, die Welt plötzlich von oben zu sehen. Er erinnert Dich an die langen Tage in der Kindheit, als Zeit noch etwas war, mit dem man eigentlich nichts zu tun hatte. Er erinnert Dich an die Leichtigkeit des Seins, die man so leicht vergisst.

Zeit
Es ist schon verrückt, wenn man sich vorstellt, dass jeder Augenblick anders ist, als der davor und wenn Du den Song zu Ende gehört hast, bist Du schon nicht mehr der, der Du vorher warst. Du hast neue Gedanken gedacht, neue Gefühle gefühlt, alle Deine Zellen haben sich verändert. Das kann beängstigend sein. Aber wenn man es schafft, die Illusion von Sicherheit aufzugeben und sich von dem großen Fluss tragen zu lassen, dann entsteht ein Frieden, den man mit Festhalten nie erreicht.

Du sagst es nicht
Frauen haben ja oft diese Tendenz, sich nicht den netten Typen auszusuchen, der einen auf Händen trägt, sondern auf einen dieser Straßenköter hereinzufallen, mit dem Unverbindlichkeits- Gen. Und gerade von dem möchte man es so gerne hören, aber... er sagt es nicht!

Wind der nicht weht
Es ist erst dann zu Ende, wenn es wirklich zu Ende ist. Wenn das Band endgültig durchschnitten wurde. Wenn man sich nicht mehr reimt! Was für ein großartiges Bild! Ein Song, der unter die Haut geht. Mit all der Traurigkeit, die das Ende einer Liebe mit sich bringt, „wenn dem Leben das Lachen vergeht“...

Frag nie warum
Wie soll man einen Song singen, den Babyface und Stevie Wonder gesungen haben? Wie soll
man deutsche Worte schreiben dazu? Ich habe echt gedacht, das wird nichts. Dann ist dieses Meisterwerk von Text daraus geworden und Achille hat ein ganz neues, tolles Arrangement gemacht, so konnte ich beim Singen auch neu herangehen. Bei der Zeile „du hast es bis hierher geschafft, das bist alles Du, das ist Deine Kraft!“ hatte ich Gänsehaut beim Aufnehmen. Das sollte jeder von sich selbst wissen, jeder!

Fragen
Zu dem Song hat uns der „Fado“ inspiriert. Oliver und ich waren in Lissabon und haben
abends in den Bars diese wunderschöne, melancholische Musik gehört, bei der das ganze Leben in ein Rotweinglas getaucht wird. „Fado“ heißt ja übersetzt so etwas wie „Schicksal“.
Wenn zwei Menschen sich begegnen, sich näher kommen, gibt es viele Fragen! Und hast Du eine beantwortet, tauchen zwei neue auf.

Traummann
Das ist totale gute Laune Musik!  Funky, mit diesem tollen Hüftwackel - Groove.
Ich wollte die Geschichte einfach mal umgekehrt erzählen. Es sind nicht immer die Männer die Bösen. Wir Frauen können auch manchmal ganz schöne Zicken sein. Warum nicht auch mal ein „Männerversteher“ Song?

Bist Du Dir sicher
„Da steht diese tolle Frau vor Dir, macht dass Du Dich fühlst wie ein kleiner Junge, und gibt Dir trotzdem ein „hab’ keine Angst“ Gefühl.“ (Oliver) Wenn man in der Liebe schon ein paar Mal auf die Nase bekommen hat, lässt man die Zugbrücke nicht mehr so leicht herunter. Bis der eine Mensch kommt, der es schafft!

Stille Wasser
Es gibt diese Spannung zwischen zwei Menschen, so wie der Moment, kurz vor einem Kuss,
bevor die Lippen sich treffen. Dieser Moment ist fast noch prickelnder, als das tatsächliche Zusammenkommen. Ich mag diese erotisch knisternde Atmosphäre in diesem Song. Und der latinohafte Groove ist ein schöner Teppich, um sich lasziv da drauf zu setzen und das Unausweichliche zu erwarten...

Ich mag wer ich bin
Dieses schöne Orchesterarrangement hat so etwas Versöhnliches! Die Filmmusik zu einem sehr positiven Film! Wenn Du Dich magst, wie Du bist, kann Dir keiner mehr was!
„Für mich hat der Song etwas von Brecht. Das ist so ein Abschluss-Lied. Das Fazit von allem. Egal was war, egal was kommt, solange ich mich mag, wie ich bin, ist alles gut. So sehe ich Yvonne, so ist sie für mich!“ (Oliver)

Lass mich so wie ich bin
Jemanden zu lieben, heißt ihn zu lieben so wie er ist, nicht, wie man ihn gerne hätte.
Und obwohl alle Änderungsversuche dieser Welt gescheitert sind, versuchen wir es immer wieder. Dabei möchte doch jeder einfach nur für das geliebt werden, was er ist! Die Musik hat eine schöne, fast bluesige Atmosphäre mit dieser Hammondorgel im Hintergrund.

Immer noch
Ich habe mich total gefreut, dass Xavier auch einen Song beigesteuert hat. Er ist ein Künstler, auf dessen Musik und Stimme ich sehr stehe. Xavier schreibt Songs, in denen sich viele wieder finden und die man sofort wieder erkennt. Sein Stil ist unverwechselbar. Na ja, und wer hat es nicht schon einmal erlebt, dass man von jemandem, den man geliebt hat, nicht los kommt...

Träume sind aus Mut gemacht
Manchmal scheint es so, als hätte alles im Leben sich dazu verschworen, deine Träume kaputt zu machen. Aber so lange man einmal mehr aufsteht, als man hinfällt, ist nichts verloren. In der Phase, als wir den Song aufgenommen haben, habe ich viel Mut gebraucht!
Es ist sehr wichtig zu wissen, dass man mehr Kraft hat, als man denkt, und es ist ein tolles Gefühl, über sich selbst hinaus zu wachsen!

December Prayer – (Bonustrack/Filmsong aus „Engel sucht Liebe“)
Dieser Song ist ein bisschen wie ein Ehren-Gast auf dem Album. Er ist als einziger auf englisch und mit großem Orchester, weil er als Filmsong zu der märchenhaften Weihnachtskomödie „Engel sucht Liebe“ entstanden ist, in dem ich eine der Hauptrollen spiele. Der großartige Walter Afanasieff hat diesen Song geschrieben, mit dem ich bereits für mein letztes Album arbeiten durfte und den ich sehr verehre!